16. März 2007 - Dresdner Intendanten und weitere Künstler protestieren

Erklärung In Sachen Waldschlößchenbrücke

Ein Schwerthieb in die Kulturstadt

Der Baubeginn der Waldschlößchenbrücke nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Bautzen ist ein Schwerthieb in die Kulturstadt Dresden, der eine tiefe Wunde schlägt. Der Eingriff in die Kulturlandschaft des Elbtals, die zu erwartende Aberkennung des Welterbetitels und die Beschädigung des Rufes Dresdens als Kulturstadt berühren uns zutiefst.

Als Bürger der Stadt fühlen wir uns getäuscht und hintergangen und glauben, dass die Mehrheit der Dresdnerinnen und Dresdner, als sie im Bürgerentscheid für die Brücke stimmten, den Verlust des Welterbetitels nicht erahnt haben und heute nicht gutheißen.

Eine Brücke zu diesem Preis wollen wir nicht. Der Schaden ist dauerhaft und trifft Dresden ins Herz.

Wir appellieren erneut an die Entscheidungsträger, nicht mit dem Bau zu beginnen, sondern weiter nach einer Kompromisslösung zu suchen, die den Bürgerentscheid respektiert und eine Elbquerung in Angriff nimmt, die mit dem Welterbetitel vereinbar ist.

Die Mitglieder der Intendantenrunde Dresden: Roderich Kreile, Holk Freytag, Dietrich Kunze, Prof. Udo Zimmermann, Rainer Petrovsky, Gerd Schlesselmann, Prof. Dr. Gerd Uecker, Anselm Rose, Detlef Rothe, Frank Eckhardt, Christian Schmidt, Andreas Nattermann, Julius Skowronek, Manfred Breschke, Jürgen Mai. -

Diesen Protest unterstützen außerdem:
Die Kammersängerin Ute Selbig und die Kammersänger Olaf Bär und Andreas Scheibner.
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Kontakt/ Rückfragen:
Dietrich Kunze, Intendant Theater Junge Generation, Tel.: 0351 - 4291.250
Pressestelle Staatsschauspiel Dresden, Tel.: 0351 - 4913 957, Funk: 0174 - 30 20 40 8
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