Kurzbeschreibung des "Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke"

Im Projekt „Verkehrszug Waldschlößchenbrücke“ sind die Brücke über die Elbe (ca. 140 m), die Hochstraßen über Elbauen (ca. 600 m), drei Zufahrtstunnel (ca. 1200  m Gesamtlänge) und  anschließende Straßenprojekte (Ausbau von Kreuzungen usw.) enthalten.

Beschreibung des Verlaufs des Verkehrszugs Waldschlößchenbrücke von Norden kommend:

Im südlichen Abschnitt der auszubauenden Stauffenbergallee (zukünftig Bundesstraße B6) wird der Verkehr in einen vierspurigen Tunnel („Haupttunnel“) geführt, der im weiteren Verlauf den Verkehr unter der Waldschlößchenstraße führt (In der SZ-Zeichnung „gestrichelt“ dargestellt).

Die Waldschlößchenstraße wird zum Bau des Haupttunnels vollständig „ausgekoffert“ und danach (oberirdisch) als Teil der Bundesstraße B6 wieder dem Autoverkehr übergeben.

Im Haupttunnel unterquert der Verkehr die Bautzner Straße und gelangt an den Elbhang.

Am Elbhang tritt der Verkehr aus dem Tunnelmund aus. Hier beginnt unmittelbar die vierspurige Hochstraße über den Elbauen zur Elbbrücke (ohne Straßenbahn, ohne Busspur).

Der Teil des Verkehrs auf der Bautzner Straße, der aus Bühlau bzw. vom Albertplatz kommt und die Elbe überqueren will, wird über die westliche Brückenrampe mit dem anschließenden „Nebentunnel Zufahrt westlich“ (In der SZ-Zeichnung gestrichelt dargestellt) auf die rechtselbische Hochstraße geführt. - Der aus Bühlau kommende Verkehr muß also in einer Linkskehre im Bereich L.-Braille-Straße den Gegenverkehr und die Straßenbahnlinie kreuzen, um auf die Brücke zu gelangen.

Die Hochstraße überquert nunmehr die rechtselbischen Auen, die Elbe (hier der Brückenbogen) und die linkselbischen Auen. Danach mündet der Verkehr - nach Überquerung der Straße Käthe-Kollwitz-Ufer und nach der Kreuzung mit der Pfotenhauerstraße in die Fetscherstraße. Die Straße Käthe-Kollwitz-Ufer wird mit halbkreisförmigen Auffahrten/ Abfahrten ebenfalls an die Brücke angebunden. -

Von Süden kommend (von der linken Elbseite):

Der Verkehr führt zunächst über die Hochstraße über der linkselbischen Elbaue, dann über die Brücke und über die Hochstraße über der rechtselbischen Flußaue.

Der Teil des Verkehrs, der das Ziel Bühlau bzw. die Ziele Neustadt oder Albertplatz hat, verläßt die rechtselbische Hochstraße durch den „Nebentunnel Ausfahrt östlich“ (In der SZ-Zeichnung gestrichelt dargestellt) und gelangt in Höhe der „Villa Stulz“ auf die Bautzner Straße. (Der Verkehr in Richtung Neustadt oder Albertplatz kann demnach von der Brücke kommend nur über die Blockumfahrung Fischhausstraße - Heideparkstraße - Charlottenstraße - Radeberger Straße seine Ziele erreichen. - Heideparkstraße und Charlottenstraße werden zu Staatstraßen hochgestuft.)

Der verbleibende Verkehr - aus Süden kommend - unterquert im Haupttunnel die Waldschlößchenstraße und gelangt auf die Stauffenberg-Allee.


Das Brückenbauwerk über Fluß und Elbauen hat eine Länge von ca. 640 m. - Für Fußgänger werden Treppenanlagen die Verbindung zwischen den Elbufern und der Brücke herstellen; der Höhenunterschied beträgt allerdings 14 m (das entspricht etwa dem Aufstieg in eine vierte Wohnetage). -

Zum Gesamtvorhaben gehören auch der Ausbau der Knotenpunke Bautzner Straße/ Fischhausstraße und Fischhausstraße/ Heideparkstraße.

(Obige Skizze: „Sächsische Zeitung“, 11. März 2004)

Die technischen Daten der Brücken-Lösung