Visualisierungen der geplanten Brücke
Visualisierung der 1997 geplanten und 2004 genehmigten Brücke und der Hochstraßen über den Elbauen


1. Neu erstellte Visualisierungen der Waldschlößchenbrücke (Juni 2007)

 





 


Die Visualisierungen wurden aus Originalplänen der Architekten sowie abgeglichenen passgenauen Infomationen aus der Dresdner Katasterkarte mit allem Messpunkten,  topographischen Karten und hochaufgelösten Satellitenbildern sowie hunderten Referenzfotos generiert. Die Verschiebungen betragen vertikal: < 0,5 m, horizontal < 1 m.

Hinweis an die Presse: Die Rechte der obigen Visualisierungen liegen alleinig bei dpa. 

 

2. Die Bürger und die UNESCO wurden lange Zeit mit manipulierten Darstellungen getäuscht

Die Bürger und die UNESCO wurden bisher mit manipulierten Darstellungen der Brücke getäuscht. Vergleichen Sie die Darstellung der Stadtverwaltung mit den Visualisierungen im unabhängigen Gutachten der RWTH Aachen. Die Aachener Visualisierung zeigt, daß die Brücke und die Hochstraßen die Landschaft wesentlich stärker beeinträchtigen als man von Seiten der Brückenbefürworter glauben machen wollte.


Mit diesem Bild wurden das geplante Bauwerk bisher dargestellt:


1998 veröffentlicht und bis März 2006 von der Stadtverwaltung benutzt

In der Visualisierung der Stadtverwaltung (oberes Bild) werden der weit aus dem rechtselbischen Hangbereich heraus ragende Tunnelmund und die Rampe nicht dargestellt, stattdessen hat man hier eine im Projekt nicht enthaltene vierte rechtselbische V-Stütze eingefügt und damit die Brücke „leichter“ gemacht. Des weiteren knickt die rechtselbische Hochstraße - fälschlicherweise - nach unten ab; die Hochstraße scheint damit sehr flach über den Elbwiesen zu liegen. Auch der Brückenbogen erscheint flach.

Realistische Darstellung im Auftrag der UNESCO (März 2006):


Aus dem Gutachten der Technischen Hochschule Aachen, März 2006

Eine umfassende authentische Darstellung lieferte erstmals - auf Intervention und im Auftrag der UNESCO - die Technische Hochschule Aachen im März 2006 (unteres Bild). Nun sieht man: Der rechtselbische Tunnelmund und das Rampenbauwerk erstrecken sich ca. 50 m in den Auenbereich hinein und die Fahrbahnen verlaufen hoch über die Wiesen, sie knicken nicht nach unten ab, sondern steigen kontinuierlich nach oben an. Der Brückenbogen erhebt sich ca. 30 m über die Elbe und verdeckt einen Teil der Innenstadtsilhouette.  --

Damit ist erwiesen, daß die Stadtverwaltung mit der Darstellung aus dem Jahr 1998 die Bürger von 1998 bis März 2006 und auch die UNESCO über die wirklichen Ausmaße und das tatsächliche Aussehen der Bauwerke getäuscht hat. Auch im Planfeststellungsverfahren (2003) und beim Bürgerentscheid (2005) wurde der Verkehrszug unzutreffend dargestellt.


3. Darstellungen aus dem unabhängigen Sichtgutachten der RWTH Aachen, März 2006

Die Aachener Visualisierung bestätigt, daß die Brücke und die Hochstraßen über den Elbauen die Landschaft wesentlich stärker beeinträchtigen als man von Seiten der Brückenbefürworter bisher glauben machen wollte.

Dramatisch ist auch die Wirkung der Einfahrtsbauwerke am rechten Elbhang (erste Bilderreihe, rechtes Bild). Diese Bauwerke wurden noch nie dargestellt; die Zeichnungen dazu wurden der Öffentlichkeit nicht vorgelegt. - Leider sind auch in dieser Visualisierung der Lärm und die Luftverschmutzung, die durch die Trasse entstehen würden, nicht darstellbar. 

 

Hinweis: Die Standort-Fotos, auf denen die Aachener Visualisierung basiert, wurden im Febraur 2006, als der Auftrag für die Visualisierung von der Stadtverwaltung erteilt wurde, aufgenommen. Daraus resultiert der "triste" Anblick der Landschaft. - Mit der Veröffentlichung dieser Bilder wollen wir nicht erreichen, daß der Vergleich zwischen Landschaft ohne Brücke einerseits und Landschaft mit Brücke anderseits noch mehr zu Ungunsten der Brücke ausfällt; wir sind lediglich auf das vorhandene Fotomaterial angewiesen.

4. Vergleich vorher - nachher

Die folgenden Brückendarstellungen, © Grüne Liga Sachsen e. V., sind computeranimierte und plangetreue Darstellungen des Projekts Waldschlößchenbrücke. Sie wuerden aus den Bauplänen der Brücke, aus Landschaftsfotos und unter Berücksichtigung der kartographisch exakt verorteten Standorte der Aufnahmen der Landschaftsfotos generiert. Die hier dargestellte Brücke ist die im Februar 2004 planfestgestellte Brücke. – Nach vorheriger Rücksprache gestatten wir die Übernahme der Fotos bzw. der Montagen.

Blick stadtauswärts

Blick aus Altstadt zum Waldschlößchen

Blick Richtung Dresden-Neustadt

 

5. Visualisierungen der Architekten (1997)

 

Das Computermodell der Brücke zeigt die massiven Bogen-Füße, stellt aber das Verhältnis der Brücke zur Landschaft nicht dar.

 

Die offizielle Visualisierung von 1997. Sie zeigt die 140 Meter lange Brücke und die 630 Meter langen Hochstraßen über den Elbwiesen. Die Höhe des Brückenbogens beträgt 30 Meter über der Elbe. Das entspricht einem 10-geschossigen Hochhaus. Die Brücke hat eine Breite von 30 Metern.

Über diesen Treppenzugang soll man vom Elberadweg auf die 15 Meter höhere Brückenfahrbahn gelangen.

 

Die Brücke "besticht" vor allem durch ihre monströse und übergroße Bauweise. Auf vier Fahrstreifen könnten täglich bis zu 65.000 Fahrzeuge fahren.

Ursprünglich war geplant, daß die Brücke auch eine Straßenbahnlinie erhält. Aus dieser Zeit stammt diese Visualisierung der Brücke. Die Straßenbahnplanung wich zwei weiteren Fahrspuren, die von der Landesregierung gefordert wurden.

Wegen der statischen Probleme werden die Stützenfüße mit einem zusätzlichen massivem Anprallschutz aus Beton verbunden.